Interessengemeinschaft Karnevalsumzug, Bernkastel-Kues

Pressebericht 1998

Dä Zuch Kömmt Widda

Das Motto des Fasenachtumzuges 1998 in Bernkastel.

Zwei Prinzen küssen "Dornröschen" wach

In Bernkastel-Kues findet erstmals seit 13 Jahren wieder ein Fastnachtsumzug statt - Initiatoren freuen sich über die Resonanz

Von unserer Mitarbeiterin

MARITA BLAHAK

Bernkastel-Kues.

13 Jahre Dornröschenschlaf - Bernkastel-Kues lebt, Helau - Alaafl" So soll es auf einem Plakat stehen, mit dem die Narren aus Bernkastel-Kues darauf hinweisen, daß sich auf diesem Gebiet in ihrer Stadt wieder etwas mehr bewegt.

"13 Jahre erlebte die Stadt an den tollen Tagen nur tote Hose", erklären Erie Achtermann und Michael Grüner mit einem etwas neidischen Blick auf das jährliche bunte Treiben in den umliegenden Dorfgemeinschaften.

Also nahmen sich die beiden jungen Leute vor, die Rolle des Prinzen zu übernehmen und das schlafende Dornröschen" wachzuküssen.

13 Jahre nur tote Hose an den tollen Tagen

Ihrer spontanen Idee ist es zu verdanken, daß sich in Bernkastel-Kues an Karneval 1998 in den Straßen wieder etwas bewegen wird. Schnell bildete sich unter der Federführung von Achtermann und Grüner, die beide dem Vorstand des Karnevalsvereins "Huckebein" angehören, unter dessen Schirmherrschaft die Veranstaltung steht, die Interessengemeinschaft Karnevalsumzug 1998.

Überrascht zeigten sich die beiden Initiatoren über die gute Resonanz aus der Bevölkerung beim ersten Treffen im Dezember.

Zahlreiche Vereine, Jugendliche und Privatpersonen aus der Stadt haben ihre Zusage gegeben, mit Wagen und Fußgruppen teilzunehmen. "Die magische Zahl von zehn Karnevalswagen ist erreicht", zeigen sich die Veranstalter hocherfreut über den Zuspruch. Auch wenn für manchen Verein die Vorbereitungszeit zu kurz war, um etwas auf die Beine zu stellen, ist die Interessengemeinschaft optimistisch, daß bereits im nächsten Jahr die Anzahl der Teilnehmer steigen wird.

Bewußt wird in diesem Jahr auf ein Motto verzichtet, damit die einzelnen Gruppen ihrer Phantasie freien Lauf lassen können. Die Stadt selbst wird dem Karnevalsverein zwei Wagen zur Verfügung stellen, von denen aus das Prinzenpaar, das Kinderprinzenpaar und der Elferrat ihre närrischen Untertanen grüßen.

Auch die Hoheiten des Stadtteils Wehlen samt Gefolge haben ihr Kommen zugesagt. So manch ein Narr am Straßenrand wird sich vielleicht beim Anblick des "Bernkastel-Kueser-Zoo-Wagens" wiedererkennen oder auch mit einer Rothaut aus dem Wilden Westen" die Friedenspfeife rauchen ... doch mehr sei nicht verraten.

Die Aktiven des Huckebein", die "Bernkasteler Bachstelzen", die ,Astronauten" und die Rachtiger "Balaver-Band" werden als Fußgruppen mitmarschieren, musikalisch begleitet von der Bernkasteler Bürgerwehr, der Musikvereinigung der Stadt und vom Wehlener Musikverein. Natürlich ist eine solche Veranstaltung mit nicht geringen Kosten verbunden.

Der Karnevalsverein übernimmt die Gema und Versicherungsgebühren.

Auch der Hotel- und Gaststättenverband der Stadt habe spontan seine Hilfe zum Gelingen des Umzugs zugesichert, loben die Organisatoren und heben auch die Solidarität des Werbekreises, einzelner Firmen und der Bernkasteler Möhnen hervor.

Ohne die vielfältige Unterstützung sei ein solches Unternehmen nicht möglich.

Start ist in der Friedrichstraße

Mit seinem Fachwissen wird der Grafiker Willi Bottler bei der künstlerischen Gestaltung der beiden städtischen Wagen und des Plakatentwurfs behilflich sein.

Nun heißt es nur noch fleißig werkeln und nähen, damit Wagen und Karnevalisten in buntem Kleid erstrahlen und sich der närrische Lindwurm am Karnevalssamstag, 2 . Februar, in Bewegung setzen kann.

Er startet um 16.11 Uhr in der Friedrichstraße auf der Kueser Seite, führt über die Brücke, den Marktplatz und schlängelt sich durch die Alte Römerstraße bis hinauf in die Vorstadt.

Der Samstagtermin wurde deshalb gewählt, weil in den Nachbargemeinden am Fastnachtssonntag und am Rosenmontag eine ganze Reihe von Zügen stattfinden.

Weitere Anfragen und Zusagen bezüglich einer Teilnahme werden unter Telefon 94422 (E. Achtermann) und 6392 (M. Grüner) entgegengenommen.

 

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